Die Stärkung der Regionalwirtschaft und der Klimaschutz waren von Anfang an die Hauptargumente für die Errichtung der Nahwärmeanlagen. Weitere Vorteile für den Endkunden waren und sind u.a. der geringe Platzbedarf und der hohe Bedienungskomfort.

Gerade der Klimaschutz hat mittlerweile deutlich an Bedeutung gewonnen. Auf Basis des Klimaübereinkommens von Paris gibt es gegenwärtig in den meisten Ländern 2050 oder bei uns in Österreich 2040 Programme, mit dem Ziel bis zu diesem Zeitpunkt C02-neutral und damit "klimaneutral" zu werden.

Für die Wärmeversorgung Tirols bedeutet das konkret, dass in den nächsten 15 Jahren bis zum Jahr 2035 ca. 60.000 - 70.000 Ölheizungen zu tauschen sind. Völlig offen ist zudem, wie in dieser verbleibenden Zeit die Erdgasheizungen zu behandeln sind. Die Meinungen gehen auseinander, ob und wie der erneuerbare Anteil im Erdgasnetz von gegenwärtig weniger als 0,5 % auf 100% erhöht werden kann. Auch der Faktor Zeit spielt eine gewichtige Rolle - das aktuelle Niveau im Erdgasbereich wurde in über 30 Jahren erreicht und muss jetzt in etwa der halben Zeitspanne auf erneuerbares "grünes Gas" umgestellt werden.

Eines ist klar: Klimaneutralität ist nur möglich, wenn alle Beteiligten - beginnend bei den Endkunden, den Technologieanbietern und Ausführenden bis hin zur öffentlichen Hand - gut kooperieren. Es ist vor allem aber eine große Chance, gerade für unser touristisch geprägtes Land, eine "Energiewende-Vorzeigeregion" zu werden. Vielleicht kommen die Gäste der Zukunft auch deshalb nach Tirol, weil sie neben der fantastischen Bergwelt, den tollen Tourismusbetrieben und der gastfreundlichen Bevölkerung auch in einem nachhaltigen und klimaneutralen Land urlauben wollen.

Eine Kernkompetenz des Tiroler Heizwerkverbandes ist es jene Anlagenbetreiber zu verbinden, die sich für die Energiewende einsetzen. Mittlerweile sind es ca. 80 Anlagen im Biomasse & Abwärmebereich die jährlich ca. 85 Millionen l Erdöläquivalente ersetzen und dabei über 250.000 t C02 pro Jahr einsparen.

Was die Zukunft betrifft, erwarten die Mitgliedsbetriebe einen Ausbau ihrer Produktion um ca. 50 % bis 2050 bezogen auf die aktuelle Endenergie. Dieses Niveau soll zudem auch durch Effizienzsteigerung, wie zum Beispiel durch zusätzliche Wärmepumpenlösungen erreicht werden.

Darüber hinaus sollten weitere erneuerbare Wärmenetze errichtet werden. Gerade im Industriebereich gilt es zudem Abwärmepotentiale weiter ausfindig zu machen und vor allem zu nutzen. KWK-Anlagen bieten schließlich sinnvolle Ergänzungen im Wasserkraftland Tirol.

Wir stehen am Ende eines sehr intensiven Arbeitsjahres. Das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, das Österreichs Ziel einer 100% erneuerbaren Stromversorgung bis 2030 realisieren soll, ist auf dem Weg. Das kommende Jahr 2021 wird ganz im Zeichen einer gesetzlichen Regelung auch im Bereich der Wärmeversorgung stehen. Die Biomasseheizwerke & Abwärmenetzbetreiber gehen diesen Weg seit vielen Jahren konsequent. Jeder einzelne Betrieb verdient tiefsten Respekt. Schon lange vor gesetzlichen Regelungen mussten sie am Markt mit den fossilen und nicht klimaneutralen Energieträgern Erdöl und Erdgas bestehen.

Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen, sind es letztlich aber die Kunden und die Gemeinden, die sich für eine klimaneutrale Wärmeversorgung entscheiden.

Der Dank gilt unseren Kunden, die sich in den letzten 28 Jahren für diesen klimaneutralen Weg entschieden haben.

In Ortschaften mit bereits bestehenden Wärmenetzen sind die Betreiber gerne bereit Interessenten Auskunft zu geben, ob ein Anschluss möglich ist und welche Förderungen es durch Land und Bund gibt.

Für die Zukunft möchten wir gerade Gemeinden und Industriebetriebe ermutigen in ihren strategischen Überlegungen auch die Möglichkeit einer erneuerbaren Nahwärmeversorgung zu prüfen, ob als Betreiber oder auch als Abwärmeeinspeiser.

Der Tiroler Heizwerkverband steht mit den Erfahrungen der Mitgliedsbetriebe in den letzten 28 Jahre gerne zur Verfügung.

Willst du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung.

Benedikt XI

Adresse

MOSER Energie & Umwelt

Technisches Büro für Umweltschutz
Moosbrunn 450
A-6236 Alpbach/Tirol
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Beratung Förderungen & Behörden

Gerne stehe ich bei Fragen zu Förderung von Biomasseanlagen oder anderen erneuerbaren Energieträgern zur Verfügung und begleite Sie bei Behördeneinreichungen.


Mein Grundsatz

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